Inspiration: Kolumne
RÜCKBLICK & VORSCHAU
Gerade rund um den Jahreswechsel machen wir gerne (oder manchmal ungerne) einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Was war los? Was ist passiert? Was haben wir geschafft? Was haben wir nicht geschafft? Und während dem Rückblicken tun sich oft Gedanken auf, was wir im kommenden, neuen Jahr anders, besser oder neu machen möchten – eine kleine Vorschau sozusagen – auf unsere Wünsche und Pläne.
Der Rückblick kann viele Emotionen in uns auslösen – Freude, Trauer, Stolz, Unbehagen – wenn wir auf Vergangenes zurückblicken. Fakt ist, dass alles Passierte nicht mehr änderbar ist. Vergangenheit ist vergangen. Trotzdem lohnt sich das Hinschauen und Spüren, was das Erlebte mit uns macht. Und im nächsten Atemzug können (und sollen) wir uns der Vorschau widmen. In die Zukunft blicken. Auf das, was kommen mag, soll und darf. Auch dabei entdecken wir die unterschiedlichsten Gefühle in uns. Freude, Sorge, Zuversicht und Angst. Was bringt das neue Jahr für uns? Was werden wir erleben? Wie viel werden wir „wirklich leben“ und uns lebendig fühlen? Wie gut schaffen wir es, positiv zu denken und wie gut können wir unsere Erlebnisse genießen? Was nehmen wir uns vor? Was sind wir bereit, beizutragen, damit unsere Wünsche in Erfüllung gehen? Macht es Sinn, sich zu fürchten vor „schlechten Zeiten“? Oder kann es eigentlich „eh nur besser werden“?
Fragen über Fragen … und jede:r hat seine eigenen dazu.
Ich persönlich stehe dem neuen Jahr mit gemischten Gefühlen und gemischten Blicken (Rückblicke und Vorschauen) gegenüber. Dies ergibt in Summe eine ruhige und ziemlich entspannte Gelassenheit. Der Rückblick schmerzt unheimlich und bringt das Gefühl von großer Trauer. Auch Dankbarkeit zeigt sich rückblickend – für all die großartigen Menschen, die mich durch das letzte Jahr getragen haben. Die Vorschau auf das neue Jahr ist entspannt und unaufgeregt. LEBEN heißt die Devise. Vieles erleben, lebendig sein und sich lebendig fühlen. Ich denke, das reicht schon. Und ich denke, das würde für uns alle reichen. „Einfach“ zu leben. Zu sein. Sich lebendig zu fühlen. Etwas bewusst zu erleben.
Dazu braucht es nicht viel. Zuversicht, Vorfreude und das Zulassen. Bleiben wir entspannt und positiv denkend. Wenn das Jahr nicht so schön wird, wie wir uns das gerade wünschen, können wir immer noch jammern. Und das können wir ohnehin sehr gut. Nicht immer mit triftigem Grund. Alles Liebe und viel Gesundheit für 2026!
