Inspiration: Kolumne 

DIE ZEITEN ÄNDERN SICH - UND DICH

Gefühlt vergeht aktuell kein Tag ohne schreckliche und beängstigende Nachrichten aus aller Welt – egal ob es sich um Kriege, physische oder psychische Gewalt, Naturkatastrophen oder tragische Unglücke handelt – alles für sich schon schlimm genug und in Kombination der ultimative Supergau. Kein Wunder, dass wir immer öfter zum Gedanken kommen: Die Zeiten ändern sich!

Die Zeiten ändern sich und sie ändern uns bzw. wir ändern uns mit der Zeit. Oft bekommen wir das Gefühl, es wird alles zunehmend und immer schlechter – was meist jedoch zum einen nur eine Frage des Blickwinkels ist und zum anderen hinkt der Vergleich ein wenig – es gibt ein „Früher“, wo definitiv vieles ganz viel schlechter war als heute. Nicht, dass ich alles, was im Heute passiert, gutheiße. Allerdings steht es nicht immer in unserer Macht und im Bereich unseres Möglichen, Dinge zu ändern oder zu beeinflussen.

Damit (gut!) leben, ist eine Devise – Akzeptanz dem Gegenüber, was ist. Vieles ist, wie es ist – und wird auch nicht anders, wenn wir uns jede freie Minute darüber ärgern (was im Übrigen auf Dauer sehr ungesund ist). Das Leben ist Bewegung – es bewegt sich, es bewegt uns – es bringt Erfahrungen und Erkenntnisse, mit denen wir „arbeiten“ können. Es bringt Veränderungen (die mag der Mensch im Allgemeinen ja bekanntlich nicht so gerne) und wir dürfen ständig üben, wie es ist, die Komfortzone zu verlassen. Das fühlt sich definitiv unbequemer an, als dort hocken zu bleiben – bringt allerdings oft neue Sichtweisen und öffnet den Blick für anderes – unerwartetes. Man „muss“ mit allem rechnen – auch mit dem Guten. Eine Aussage, die Zuversicht erfordert. Und an Zuversicht mangelt es gerade an allen Ecken und Enden.

Zwei „Weisheiten“ habe ich noch gefunden, die gut zur allgemeinen Zwickmühle passen können: Love it – change it – or leave it. Ein Klassiker, der uns drei Möglichkeiten gibt. Akzeptieren und annehmen als erste Option – etwas verändern (huch, das bedeutet Veränderung) – wenn nicht an der Situation machbar, dann gerne an unserer Einstellung/Haltung/Sichtweise als Idee Nummer 2 – oder „es lassen“, sprich zu gehen (in eine andere Beziehung, in eine andere Firma, in ein anderes Land) als Variante 3. Dies ist uns oft zu „teuer“ – nicht nur finanziell, sondern auch emotional ist der Preis für die Konsequenzen meist (zu) hoch. Das führt mich zur zweiten (und versprochen letzten) Weisheit: Dort, wo ich bin, will ich sein. Alles andere war mir bisher zu teuer. Eine „Sickerweisheit“, die ich bei einer lieben Freundin und großartigen Kollegin gelesen habe. Wir dürfen es uns selbst wert sein, dort zu sein, wo wir sein wollen, und wir haben das Recht, etwas (oder uns) zu verändern, wenn es uns nicht gefällt. Viel Mut und Zuversicht für all unsere Vorhaben!