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Sprüche zum Nachdenken:

Was denken Sie über unsere Sprüche?

Schreiben Sie mir gerne unter: andrea@auszeitleben.at 

MAN KANN EINEM MENSCHEN NICHTS LEHREN. MAN KANN IHM NUR HELFEN, ES IN SICH SELBST ZU ENTDECKEN.

Oft versucht man, Freunden und Familienmitgliedern gute Ratschläge zu geben. Man möchte ihnen helfen. Man erzählt ihnen von den eigenen Erfahrungen und wie man damit am besten umgehen soll und auf herausfordernde Situationen reagieren könnte.

Wir ertappen uns immer wieder beim Weitergeben von Lebenstipps. Zumindest geht es mir so :).

Diese (gut gemeinten) Tipps mögen ja auch passen für die „Beratschlagten“ – oder eben auch nicht.

Ich denke, dass wir uns nicht wundern oder gar ärgern dürfen, wenn unsere – ach so wertvollen – Tipps nicht angewandt und ignoriert werden. Schließlich kann man ja niemand zu „seinem Glück“ zwingen – und dabei dürfen wir nicht vergessen, dass „unser Glück“ (sprich: Tipps, die von uns kommen) nicht automatisch das Glück des anderem bedeutet. Es wird wohl immer wieder mal vorkommen, dass unsere Tipps für andere einfach nicht passen.

Und das ist GUT so – denn jeder darf sein EIGENES Glück in sich entdecken, seine eigene Lösung für seine eigenen Herausforderungen und zu guter Letzt: jeder ist für seinen Umgang mit seinem eigenen Leben selbst verantwortlich.

Beim Finden und Entdecken davon dürfen wir natürlich jedem Menschen in einer respektvollen und wertschätzenden (die Werte der anderen schätzen!) Art zur Seite stehen.

JEDEM ANFANG WOHNT EIN ZAUBER INNE.

Im Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse lautet es wie folgt:

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Für mich bedeuten diese Zeilen in der aktuellen Zeit sehr viel. Wir dürfen bereit sein für Veränderungen, wir dürfen Anfängen neugierig und offen gegenüber stehen und uns freuen, dass wir nicht gelähmt sind vom trägen Alltag. Etwas neues zu beginnen, bedeutet, aktiv zu werden und etwas zu ändern – und zugleich etwas altes loszulassen und hinter sich zu lassen.

Veränderungen gehen oft Hand in Hand mit Ungewissheit und Angst – und es erfordert Mut für neue (erste) Schritte. Wenn wir diese ersten Schritte mit der Überzeugung, dass uns in allem Neuen etwas Positives – oder gar Zauberhaftes – erwartet, gehen, fallen uns diese leicht(er). Am Wichtigsten ist, denke ich, dass wir sie gehen – Schritt für Schritt, Stufe für Stufe. Ich wünsche uns allen einen zauberhaften Frühling mit viel Wachheit und Erblühen!

DEM ANDEREN DAS ANDERSSEIN ZU VERZEIHEN, IST DER BEGINN ALLER WEISHEIT.

Jeder von uns ist einzigartig. Jeder von uns handelt und denkt unterschiedlich, wir haben unsere eigenen Meinungen, Ideen, Vorstellungen, Hobbies, Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Wir haben unsere eigene Art, unser Leben zu leben – unsere eigene Art zu kommunizieren und unsere eigene Art uns zu bewegen.
Und das ist GUT SO!
Denn: nicht das schwarze Schaf ist anders, sondern die weißen sind alle gleich.
Oft ist es für uns eine große Herausforderung, die anderen „sein zu lassen“, wie sie sind. Wir probieren (zu) häufig, unsere Mitmenschen zu ändern, zu verbessern, ärgern uns über ihr Verhalten und über ihre Meinung oder verteilen ungefragt vermeintlich wertvolle Lebenstipps.
Dabei darf jeder so sein, wie er ist. Und das ist anders als die anderen. Und das ist gut so.

Ich darf auch so sein, wie ich bin – und freue mich, wenn mir das verziehen wird.

SEI EIN MENSCH, DEN DU GERNE TREFFEN WÜRDEST. DAS GENÜGT!

Viele Menschen starten mit einer oft unüberschaubar großen Anzahl von Neujahrsvorsätzen in den Jänner. Selbstoptimierung vom Feinsten à la: ich werde mich ab sofort (bzw. ab dem 1.1.) ausschließlich gesund ernähren, ich gehe täglich früher schlafen, ich mache mehr Sport, ich schiebe weniger Dinge auf, ich bin pünktlicher, uns so weiter und so fort.

Selten gelingt es uns, alles konsequent und dauerhaft umzusetzen (sonst würden wir ja nicht jährlich die gleichen Vorsätze brauchen, oder?).

Wenn schon so gerne der Jahreswechsel (warum auch immer?) für Optimierungen des eigenen Ichs hergenommen wird, könnten wir doch „einfach“ mal versuchen, im neuen Jahr ein Mensch zu sein, den wir selbst gerne treffen würden.

Ich denke, das würde genügen – wenn wir uns tagtäglich darum bemühen, uns unseren Mitmenschen gegenüber so zu verhalten, wie wir es uns wünschen, dass sich diese uns gegenüber verhalten. Das fällt bestimmt nicht immer leicht, aber ich finde, es lohnt sich, es immer wieder aufs Neue zu versuchen. Egal, ob wir die Personen kennen oder nicht – ein respektvolles und freundliches Verhalten sorgt beim Gegenüber für ein positives Gefühl (und uns bricht kein Zacken aus der Krone, oder?).

Wie toll könnte das „Miteinander“ auf unserer schönen Erde sein, wenn plötzlich jeder Mensch ein positives Gefühl verspürt und dieses auch weitergibt. Ja, ich denke, das genügt als Neujahrsvorsatz!

DER SCHLÜSSEL ZUM GLÜCKLICH SEIN IST DIE DANKBARKEIT

Die Dankbarkeit ist seit geraumer Zeit einer meiner wichtigsten persönlichen Werte.
Ich versuche sehr bewusst, nicht zu oft darauf zu schauen, was mir fehlt, sondern das zu (wert)schätzen, was ich habe.
Damit meine ich gar nicht so sehr das Materielle. Äußere Fülle in Kombination mit innerer Leere macht selten glücklich.
Der Schlüssel für die innere Fülle ist – meines Erachtens – die Dankbarkeit.
Mir ist schon klar, dass nicht immer alles passen kann – „irgendwas ist immer“ – und die Dankbarkeit heilt natürlich nicht alle Wunden.
Aber dennoch können wir uns bewusst mal die Zeit nehmen, um festzustellen, wofür wir dankbar sind und was uns innerlich erfüllt: Freunde, Familie, unser zu Hause, Gesundheit, guter Schlaf, die Natur.
Gerade in der heurigen Adventzeit ist das große Glück nicht zwingend mit vielen Geschenken verbunden, sondern mit schönen Stunden mit unseren Liebsten – und für diese Zeit dürfen wir sehr dankbar sein!

WENN DU IMMER NUR TUST, WAS DU SCHON KANNST, BLEIBST DU IMMER DAS, WAS DU SCHON BIST!

In der Schule hat kaum jemand von uns gerne gelernt – wenn wir an all die Tests, Prüfungen und Hausaufgaben denken, sind die meisten von uns froh, dies erfolgreich hinter uns gebracht zu haben.

Das könnte unter anderem daran liegen, dass wir damals nicht freiwillig gelernt haben – und, dass wir uns die Inhalte und Themen ja nicht ausgesucht haben – und diese oft nicht unseren Interessen entsprachen. Der Lehrplan wurde uns vorgesetzt.

Im Erwachsenenalter schaut die Sache ganz anders aus. Viele Menschen besuchen Fort- und Weiterbildungen, machen zusätzliche Ausbildungen und Umschulungen – und dies meist aus freien Stücken und oft gegen gar nicht so wenig Geld. Das Angebot am Bildungsmarkt wird auch zunehmend größer (was man schon alles lernen kann, überrascht mich immer wieder). Ich finde dies sehr gut! Denn wenn man „Stehen bleibt“ und gleichzeitig davon ausgeht, dass sich für einen etwas verändert bzw. verbessert, ist dies bestimmt nicht der optimale Weg. Ganz im Gegenteil – es kann große Freude bereiten, neues dazu zu lernen, sich weiterzubilden und neue Dinge auszuprobieren. Dadurch entwickelt man sich in jeder Hinsicht weiter.

Denn – wie der Spruch schon sagt – wenn man immer nur tut, was man schon kann, bleibt man immer das, was man schon ist.

Etwas neues zu lernen, hält fit und aktiv – und bereichert uns Menschen unheimlich – in allen Bereichen unseres Lebens!

In diesem Sinne: Keep hungry!

ES GIBT WICHTIGERES IM LEBEN, ALS BESTÄNDIG DESSEN GESCHWINDIGKEIT ZU ERHÖHEN.

Höher, schneller, weiter – und vor allem immer MEHR.
Diese „Art“ zu leben hat sich in unseren Gefilden in den letzten Jahrzehnten immer mehr durchgesetzt und wird als „Status“ angesehen.
Wer immer im Stress ist und wahnsinnig viel um die Ohren hat, scheint sehr erfolgreich zu sein. Wer immer unterwegs ist und eine lange ToDo-Liste besitzt, gilt als super-busy und sehr gefragt. Wenn man nicht zu dieser Sorte gehört und sich stattdessen gerne mal zurück zieht und es sich gemütlich macht, wird von der Gesellschaft tendenziell als wenig ehrgeizig und nicht sonderlich motiviert, wenn nicht sogar faul eingestuft.
Nicht zuletzt dank der sozialen Medien lassen wir uns oft sehr rasch beeinflussen und fühlen uns „zu wenig aktiv“, wenn wir Statusmeldungen unserer virtuellen Freunde betrachten. „Was die alles machen!?!“ Und schon greifen wir zum Ruder und versuchen, die Fahrt am Fluss des Lebens zu beschleunigen.
Dabei gibt es in der Tat wichtigeres – viel wichtigeres.
Ich denke, dass wir nicht so viel Augenmerk darauf legen sollten, was andere machen und was andere über uns denken.
Lasst uns doch selbst das Tempo unseres (Er)Lebens bestimmen – ganz bewusst und voller Freude dürfen wir jene Dinge in Ruhe (!) genießen, die uns gefallen und die uns gut tun.

ANFASSEN IST SIMPEL. BERÜHREN IST KUNST.

Zwischen „berühren“ (physisch) und „berühren“ (emotional) ist oftmals ein großer Unterschied.
Etwas berührt uns – rührt uns – und wir sind gerührt. Diese Art von „berühren“ kann sich verschieden äußern – mit Lächeln, Gänsehaut, einer wohligen Wärme rund um unser Herz, Schmetterlingen im Bauch, weichen Knien – oder aber auch mit Tränen, Sorgen und Ängsten.
Wenn uns etwas kalt lässt, würde man vom Gegenteil sprechen.
Berühren können uns vertrauliche Gespräche, Geschichten, die wir lesen oder hören, Menschen, Tiere, die Natur, schöne Momente und weniger schöne Momente.
Als Fan von Synonymen habe ich ein paar passende gefunden für das Wort „Berühren“: bewegen, ergreifen, begeistern, aufwühlen, antreiben, entfachen, auslösen, erzeugen, wecken, reizen – aber eben auch erschüttern, alarmieren, irritieren und schockieren.
Es geht in jedem Fall um unsere Gefühle, die wir durchaus schätzen und auch zeigen dürfen. Und jemanden im Herzen (positiv) zu berühren ist tatsächlich eine Art von Kunst (und zugleich ein Geschenk), die ich jedem von uns wünsche, sie erleben zu dürfen.

ICH KANN NICHT ALLES AUF EINMAL TUN, ABER ICH KANN ALLES AUF EINMAL LASSEN.

Ein sehr kluger Mensch hat bei seinem WhatsApp-Status stehen: Stress hat nur wer sich mehr vornimmt als er bewältigen kann. Wahre Worte, bei denen mir unweigerlich meine immer viel zu lange ToDo-Liste einfällt. Ich bin ein klassischer Kandidat von „zu viel vornehmen“ und dadurch automatisch „nie alles schaffen“. Dadurch setze ich mich selbst unter Druck und belaste mich, was mir (und meiner Gesundheit) nicht gut tut.
Ich denke, viele Menschen „klammern“ sich an ihre ToDo-Liste und lassen sich durch sie Energie rauben. Dabei ist es so befreiend, diese mal (im wahrsten Sinne des Wortes) einfach loszulassen und lediglich NICHTS zu tun. Dies ist allerdings für den einen oder anderen (perfektionistischen) Menschen eine große Herausforderung.
„Dank“ Corona durften wir uns alle dieser Aufgabe mutig stellen – denn plötzlich durften wir alles lassen. In meinem Kopf kehrte jede Menge Ruhe ein und das Leben hat sich auf einmal viel leichter und gelassener angefühlt.
Es ist wichtig, denke ich, dass wir diese Gelassenheit immer wieder in unseren Kopf und in unsere Seele holen – sie sorgt für Wohlbefinden und tut gut.

VIELLEICHT WIRD ALLES VIEL-LEICHTER

Manchmal stecken wir im Leben gefühlt fest. Alles kommt zusammen, eines ergibt das andere – und wir denken uns: Typisch, dass immer alles genau MIR passiert. Als ob wir diese ganzen Hoppalas, unangenehmen Situationen und Vorfälle geradezu magisch anziehen würden. Oft erahnen wir es schon mit unseren Gedanken und „wissen“ vorher schon, dass nichts gutes kommen wird. Und genau das ist der Punkt. Wir denken uns schlechtes (aus) und dann passiert es auch schon. Die einzige „Freude“, die wir empfinden in solchen Momenten, ist, das Gefühl zu haben, dass wir es zumindest schon gewusst haben, was kommt und dass wir Recht hatten.
Wenn diese „Denkerei“ schon in die negative Richtung so gut funktioniert – was hält uns davon ab, unsere Gabe anderweitig einzusetzen und es mal mit positiven Gedanken zu versuchen? Vielleicht klappt das ja auch? Zu verlieren gibt es jedenfalls nichts, denn denken tun wir ohnehin (viel zu viel). Der klare Vorteil bei positiven Gedanken ist, dass es uns beim Denken gut geht (weil wir ja an was schönes denken, was uns „passieren“ könnte) und wir vielleicht sogar dabei lächeln und uns wohl fühlen. Und wenn es dann tatsächlich funktioniert und wir es schaffen, dass uns durch unsere guten Gedanken auch noch Gutes widerfährt – dann spricht doch nichts dagegen, oder?

Einen Versuch ist es vielleicht wert. Nicht nur „vielleicht“, sondern ganz sicher! Und vielleicht wird dann alles viel-leichter!

WER WENIG BEDARF, KOMMT NICHT IN DIE LAGE, AUF VIELES VERZICHTEN ZU MÜSSEN.

Die letzten 3 Monate haben unser aller Leben in gewisser Weise verändert. Jeder musste (oder durfte) unterschiedliche Veränderungen erleben, erfahren oder hinnehmen. Vielerorts im Gespräch mit Freunden, Bekannten und bei zufälligen Begegnungen habe ich festgestellt, dass die meisten Menschen nahezu ausschließlich davon berichten, was sie „in dieser Zeit“ alles nicht mehr haben und worauf sie verzichten (müssen). Dies reichte vom Job über Geld bis hin zum Verzicht auf Shopping, Fitnessstudio, Kultur und die Einschränkung der Reisefreiheit. Allesamt meist nicht gerade positive Worte, denn wenn die Spezies Mensch sich mal an gewisse Dinge gewöhnt hat, dann möchte man natürlich nicht gerne darauf verzichten (müssen) oder eingeschränkt werden.
Hier stellte sich mir die Frage, ob wir all das wirklich „brauchen“, damit unser Leben „schön“ oder „glücklich“ ist. Klar ist es unangenehm, nicht zu wissen, wie es beruflich weitergeht, denn eine existenzbedrohende Situation kann man nicht so schnell mit „positivem Denken“ wegzaubern. Aber die vielen anderen Dinge sind in (meiner) Wahrheit „Luxusgüter“, ohne die wir durchaus ein „tolles Leben“ leben können – wenn wir ein wenig umdenken und uns auf das Wesentliche besinnen.
Mir stellte sich in dieser (durchaus auch für meine Branche sehr herausfordernden) Zeit die Frage, welche Bereicherungen ich erleben durfte. Ich habe bewusst versucht, die viele Zeit für mich zu nutzen, „einfach“ zu leben, gezielt kleine (scheinbar selbstverständliche) Dinge zu genießen. Und je öfter mir dies gelungen ist, umso reicher und erfüllter fühlte ich mich.
Ich habe mir vorgenommen, so viel wie möglich Bereicherungen aus dem Verzicht mitzunehmen – um weiterhin so zufrieden und erfüllt zu leben. Das wünsche ich auch euch von ganzem Herzen!

IN DER MITTE DER NACHT BEGINNT EIN NEUER TAG

Wie ein passender Zufall ist mir dieser (für mich sehr beeindruckende, weil so wahre) Spruch kürzlich über einen lieben Bekannten zu-gefallen.
Als Kind hat man oft Angst vor der Dunkelheit und in der Nacht, wenn es finster ist.
„Kein Licht“ lässt auch das Zwitschern der Vögel verstummen und sobald diese wieder „loslegen“, wissen wir auch mit geschlossenen Augen, dass das Tageslicht anbricht und der Tag beginnt.
Doch „in Wahrheit“ beginnt der neue Tag nicht mit dem Licht, sondern in der Mitte der Nacht – um Mitternacht, wo es auf vielen Flecken unserer schönen Erde alles andere als hell ist, sondern die Dunkelheit überwiegt.
Gerade jetzt sorgt dieser Spruch in mir für viel Hoffnung und Zuversicht. Vieles erscheint uns momentan sehr dunkel, düster und negativ. Viele von uns haben Sorge oder gar Angst.
Denken wir dran, dass der „neue Tag“ bereits begonnen hat. Das Licht (am Ende des Tunnels oder am Ende der Nacht) werden wir vielleicht noch nicht sehen, aber wir dürfen die Gewissheit in uns tragen, dass es wieder hell wird. Dafür braucht es vielerorts eine Portion Geduld und diese wünsche ich uns allen.

DAS GRAS WÄCHST NICHT SCHNELLER, WENN MAN DARAN ZIEHT!

Wirklich nicht? Oft wollen wir Dinge durch unser Zutun beschleunigen, etwas mit Schwung (oder gar „Gewalt“) bewirken und erzielen.
Das funktioniert vermeintlich in manchen Lebenssituationen (wobei ich persönlich das nicht glaube).
Allerdings bestimmt nicht bei Gras. Das Gras macht, was es will. Es entscheidet selbst, wann und wie viel es wachsen möchte. Und das ist gut so.

Für mich bedeutet dieser Spruch „übersetzt“, dass wir oft ungeduldig sind und so manches nicht erwarten können bzw. wollen. Wir versuchen dann, Ergebnisse durch unser Zutun („am Gras ziehen“) rascher zu erreichen oder gar zu erzwingen. Alles zu seiner Zeit; alles zur richtigen Zeit! Und unser Denken über den „richtigen Zeitpunkt“ ist und bleibt eben „nur“ unser Denken.

Gerade in der jetzigen Zeit gibt es mehr Übungsfläche denn je (ob wir das wollen oder nicht). Wir können uns in Geduld üben, dass manches eben jetzt nicht möglich ist und dass manches eben jetzt nicht durch uns beschleunigt werden kann. Wir können lernen, zuzulassen, dass die Dinge ihren eigenen Lauf nehmen (dürfen).

Dies ist ganz klar eine herausfordernde Aufgabe.

Stattdessen (woanders etwas bewirken zu wollen) steht es uns frei (und es steht uns auch ausreichend Zeit dafür zur Verfügung), den Pfeil auf uns zu richten und mal in uns hineinzusehen, was wir in uns beschleunigen, bewirken oder erzielen möchten. Selbstfürsorge, Achtsamkeit und ein wertschätzender Umgang mit uns selbst (innen wie außen) ist eine Wohltat für unser Wohlbefinden. Wir lernen uns besser kennen, Schritt für Schritt und können lernen, uns so anzunehmen wie wir sind (genau so, wie wir es mit dem Gras machen sollten :)) 

GEDULD IST NICHT DIE FÄHIGKEIT ZU WARTEN. WARTEN MÜSSEN WIR SOWIESO. GEDULD IST DIE FÄHIGKEIT, HALTUNG ZU BEWAHREN, WÄHREND WIR WARTEN.

Dieser Spruch betrifft aktuell wohl jeden einzelnen von uns in einer gewissen Weise. Wir warten … ALLE warten!

Worauf warten denn alle? Auf bessere Zeiten? Darauf, dass alles wieder „beim Alten“ und „so wie vorher“ ist?
Was „er-warten“ wir uns für „danach“?
Und wie verbringen wir die Wartezeit? Geduldig?
Kann eine Wartezeit denn „sinn-voll“ und „wert-voll“ sein?

So viele Fragen (die sich jeder gerne selbst stellen und natürlich für sich beantworten darf) …

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Qualität unserer Wartezeit davon abhängt, mit welcher Einstellung wir warten. Und was wir mit der vielen gewonnenen (Warte-)Zeit machen.
Es gibt die Möglichkeit (und diese zu nützen, steht jedem von uns frei!), in der jetzigen Zeit Eigenverantwortung zu übernehmen und die Zeit (ja, das funktioniert tatsächlich auch „in dieser Zeit“!) zu einer positiven zu gestalten.
Haltung bewahren bedeutet für mich, mit viel Zuversicht und Vertrauen genau JETZT „die beste Zeit“ für uns und unsere Liebsten zu machen. Wer weiß, was das Leben nach dem „Warteraum“ für uns schönes bereit hält? Ich glaube fest dran, dass sich das Warten lohnt und wir bis dahin beruhigt LEBEN können (ohne Panik, Angst und Verzweiflung).

Ich wünsche Ihnen dabei gutes Gelingen, viel Lebensfreude und schöne Wartezeiten!

NICHTS IST SO STARK, WIE EINE IDEE, DEREN ZEIT GEKOMMEN IST.

Oft haben wir Ideen (mehr oder weniger gute), wälzen diese in unseren Köpfen herum und deren Umsetzung lässt auf sich warten. Woran liegt das?Haben wir keine Zeit dafür? Nehmen wir uns keine Zeit dafür?
Oder ist gar noch nicht „die richtige Zeit“ dafür?

Ich denke, es hat ein wenig damit zu tun, wie wichtig und wie wertvoll uns etwas ist. Die Frage „Will ich das?“ ganz klar beantworten und dann zum Handeln schreiten. Klingt sehr einfach und ist oft doch so schwer.
Selbst wenn wir unsere Idee für „sehr gut“ befinden, die Umsetzung uns sehr wichtig ist – und doch machen wir es nicht. Uns fehlt die Muße, die Zeit, das gewisse Etwas, der spezielle Auslöser – es mangelt am (so wichtigen) ersten Schritt.
Wenn unsere Idee an Stärke, Power und Priorität gewinnt (wenn sie uns nicht mehr loslässt im Kopf und uns nahezu rund um die Uhr beschäftigt), geht es oft wie von alleine. Eins ergibt das andere und wir sagen: „JETZT ist der richtige Zeitpunkt gekommen!“
Gut Ding braucht schließlich Weile – und JETZT fühlt es sich richtig an.
Die guten Dinge ergeben sich dann wie von selbst und die Gegebenheiten entwickeln sich zu unseren Gunsten.
Wenn wir eine gute Beziehung zu uns selbst haben, dann spüren wir, wenn DIE ZEIT da ist. Danach empfiehlt sich ein eigenverantwortliches Handeln – machen Sie mutig und voller Begeisterung und Energie den ersten Schritt und erreichen Sie Ihre Ziele und Wünsche.

LASS DICH NICHT GEHEN! GEH SELBST!

In diesem Spruch ist einer meiner wichtigsten Werte – nämlich die Eigenverantwortung – sehr charmant verpackt und doch ziemlich direkt auf den Punkt gebracht.
„Selbst zu gehen“ bedeutet für mich, aktiv zu handeln, bewusst zu entscheiden und die Dinge mit Eigeninitiative anzupacken.
Ich sage sehr oft (zu mir selbst und zu anderen), dass Eigenverantwortung bzw. die Tatsache „selbst zu gehen“ für jeden Menschen eine sehr unterschiedliche Bedeutung hat. Für viele ist Eigenverantwortung eine Bedrohung.
Hände hoch, entrüsteter Blick und Aussagen wie: „Was? Dafür bin ICH verantwortlich?“ sind keine Seltenheit. Der Mensch ist oft überfordert mit der Tatsache, dass er sein Leben selbst bestimmen darf (meiner Meinung nach in ALLEN Belangen). Dazu gehört es auch, bewusst Entscheidungen für oder gegen etwas zu treffen – UND die (Eigen-)Verantwortung dafür zu tragen.
Was ja eigentlich ein Geschenk ist, denke ich.
Wenn wir ausschließlich fremdbestimmt handeln und denken, sowie all unsere Entscheidungen von anderen Menschen, Einflüssen und Dingen abhängig machen, lebt sich das Leben nicht frei. Wir fühlen uns gefangen, eingeengt und abhängig. Was oft dazu führt, dass wir innerlich „aufgeben“ und uns gehen lassen. Diese Art von Resignation tut unserer Seele nicht gut.
Erfreuen wir uns doch daran, dass wir unser Leben selbst bestimmen dürfen und unsere Entscheidungen ganz nach unseren innersten Wünschen treffen dürfen – sprich: , wir dürfen unsere Wege frei(willig) gehen!

HABEN WIR ALLES, WAS WIR BRAUCHEN? BRAUCHEN WIR ALLES, WAS WIR HABEN?

Gerade vor Weihnachten hört man die Menschen oft sagen: Ich „brauche“ noch so viele Weihnachtsgeschenke. Und wer einen mutigen Blick ins Innere eines Einkaufszentrums wirft, stellt schnell fest, dass offensichtlich jeder ganz viele Dinge unbedingt noch braucht – sei es für Geschenke für andere oder aber auch für sich selbst (es spricht doch nichts gegen eine neue Winterjacke – für den Fall, dass es wieder so viel schneit wie im Vorjahr, kann man diese ja wunderbar „brauchen“).
Rund um den 20.12. taucht dann die Frage auf: Hast du schon alles beisammen, was du bis Weihnachten brauchst? Oft gefolgt von einem panischen Kopfschütteln und die Hektik ist perfekt.
Nehmen wir uns vielleicht mal ruhige zehn Minuten und stellen uns die beiden (ach so simplen) Fragen: Haben wir alles, was wir brauchen? Brauchen wir alles, was wir haben?
Die erste Frage ist hier eher nicht auf Weihnachten bezogen, sondern auf unser Leben. Ich möchte von mir behaupten, alles, was ich brauche eigentlich im Überfluss zu haben (zumindest alles, was man gegen Geld kaufen kann). Diesbezüglich fehlt es mir an rein gar nichts.
Demnach gehe ich gleich zur zweiten Frage: Brauchen wir alles, was wir haben? Dazu fällt mir spontan ein, dass ich froh bin, in meiner überschaubaren Wohnung nicht noch mehr Platz zu haben, denn ich brauche bei Weitem nicht alles, was ich (wiederum materiell) habe. Ein regelmäßiges Aussortieren sorgt für ein wohliges Gefühl bei mir.
Dankbarkeit macht sich in mir breit – ich bin dankbar, dass ich alles habe, was ich brauche.
Und die aussortierten Dinge bringe ich in gute Hände – es gibt immer jemanden, der sich darüber freut und darüber dankbar ist.

NICHT DIE GLÜCKLICHEN SIND DANKBAR, ES SIND DIE DANKBAREN, DIE GLÜCKLICH SIND.

Anfangs klingt dieser Zweizeiler in vieler Ohren sehr verwirrend: Wie jetzt – ich bin glücklich, aber nicht dafür dankbar?! Und warum sind „nur“ jene, die dankbar sind, auf einmal glücklich?
Ich habe über diesen Spruch lange nachgedacht – und habe vorab meine eigene Situation dazu hinterfragt. Wie geht es mir? Was brauche ich, um glücklich zu sein? Bin ich dankbar fürs Glück, wenn ich es erfahre oder empfinde? Was brauche ich, um dankbar zu sein?
Bei dieser Frage habe ich kurz gestutzt. Um „dankbar“ zu sein, „brauchen“ wir etwas? In unseren Breitengraden wohl kaum … die meisten von uns haben alles (und mehr als das), was sie brauchen – also eigentlich Tag für Tag Grund genug, um wirklich und von Herzen dankbar zu sein. Für so vieles, was wir oft als selbstverständlich betrachten. Doch häufig ertappen wir uns beim „Undankbar sein“, weil wir mehr wollen, noch mehr.
Ich bin der Überzeugung, wenn wir allem gegenüber, was uns schönes umgibt (und ich bin mir sicher, jeder von uns findet davon einiges), dankbar sind, haben wir die Möglichkeit, wahres Glück in uns zu spüren. Wenn wir wertschätzend mit all den – ach so – selbstverständlichen Dingen und Umständen umgehen, werden wir ohne großes Zutun glücklich sein.
Und dies ganz ohne einen Lottogewinn oder ähnlichen „erstrebenswerten“ Zielen.

Dieses pure, automatische und wahrhafte Glück wünsche ich von Herzen jedem dankbaren Menschen.

HOFFNUNG IST NICHT DIE GEWISSHEIT, DASS ETWAS GUT AUSGEHT. HOFFNUNG IST DIE ÜBERZEUGUNG, DASS ETWAS SINN HAT, EGAL WIE ES AUSGEHT.

Diesen Spruch habe ich vor vielen Jahren von einer Frau gehört, deren geliebter Mann aufgrund seiner jahrelangen schweren Depressionen Suizid begangen hat. Und ich war beeindruckt.
Beeindruckt von der Art und Weise, wie man schrecklichen Dingen mit einer derart positiven Sichtweise gegenüber stehen kann. „Einfach“ zu sagen, dass es nicht so wichtig ist, dass etwas „gut“ ausgeht, sondern dass es Sinn hat – genau so, wie es eben passiert ist (und nicht mehr rückgängig zu machen ist).
Diese Einstellung ist eine sehr Mutige und Zuversichtliche – und genau diese beiden Werte sind für unser Leben sehr wichtig, denke ich.
Zuversicht in allen Situationen, auch wenn sie noch so aussichtslos erscheinen und auch wenn wir uns noch so hilflos fühlen. Zuversicht erlaubt uns innere Wärme und zeigt uns Selbstliebe und Vertrauen ins Leben.
Mit einer Portion Mut im Gepäck (vielleicht, um trotz schwieriger Umstände und Gegebenheiten positiv nach vorne zu blicken und den ersten Schritt zu gehen) helfen wir uns selbst zu einer positiven Lebenseinstellung.

All dies macht Sinn, denke ich (egal, wie es ausgeht).

MANCHMAL IST VON ETWAS ABSTAND NEHMEN AUCH EIN SCHRITT NACH VORNE!

Dieser „wort-gewandte“ Spruch ist gerade für die Fastenzeit sehr passend, wie wir finden.
Der Verzicht auf Dinge, Erlebnisse und Erfahrungen, die uns nicht gut tun, kann uns positiv stimmen und so Schritt für Schritt nach vorne bringen auf der Reise unseres Lebens.
Wir können lernen, manches wegzulassen und/oder loszulassen – um zu merken, dass es uns danach besser geht und wir mehr Energie und Zeit für uns selbst haben.
Diese wertvolle Erfahrung lohnt sich, um zu wachsen und um gestärkt mehr Aufmerksamkeit auf unsere Prioritäten zu richten.

MANCHES DARF NICHT ENTSCHIEDEN WERDEN, DAMIT ES SICH ENTSCHEIDEN KANN!

Tag für Tag treffen wir in unserem Leben Entscheidungen – manchmal mehr, manchmal weniger. Es beginnt bei den „kleinen Entscheidungen“ – was esse ich heute, was ziehe ich heute an, wie teile ich mir meinen Arbeitstag ein, was unternehme ich in meiner Freizeit? Allerdings gibt es auch noch die etwas „größeren Entscheidungen“ – wohin fahre ich auf Urlaub, welches Auto kaufe ich mir, welches Haus baue ich mir, möchte ich meinen Job wechseln, will ich meinen Partner heiraten, möchte ich Kinder bekommen?
Da nicht jeder zur Sorte „entscheidungsfreudig“ gehört, wird es bei den größeren Entscheidungen schon mal zur Qual – die Gedanken drehen sich um das eine oder andere Thema im Kreis, man versucht, das „Problem“ beiseite zu schieben, zu ignorieren.
Ich persönlich bin zwar ein Freund vom „Entscheidungen treffen“ – ertappe mich aber dennoch immer wieder beim Zögern, Überlegen, Abwägen.
Und manchmal passiert es auf einmal, dass einem die Entscheidung abgenommen wird – es geschehen Dinge, sodass wir selbst nicht mehr entscheiden müssen bzw. dürfen. Dies kann zu Erleichterung führen – allerdings kann ein zu langes Warten hervorrufen, dass wir uns wünschen, wir hätten selbst ganz mutig eine Entscheidung getroffen.

 

WAR DER TAG NICHT DEIN FREUND, SO WAR ER DEIN LEHRER!

Jeder von uns macht Erfahrungen, wo wir rasch denken: DAS hätten wir uns jetzt ersparen können. Dabei bringt uns vermeintlich „Falsches“ oder „Negatives“ um so viel weiter in unserem Leben. Wir lernen durch Erfahrungen und wir wachsen durch das Lernen.
Wir wachsen bei Werten wie Selbstvertrauen, Mut, Dankbarkeit und Respekt.
Mir hat jemand mal erzählt, dass alles, was passiert, entweder richtig oder wichtig ist. Das gedacht „Falsche“ ist also wichtig für unser weiteres Leben.
Wenn auch Ihr Tag wieder mal „Lehrer“ war, dann achten Sie besonders auf Ihren Umgang mit der jeweiligen Situation und auf Ihre Gedanken dazu, denn diese können wir immer frei entscheiden.